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> Häufige Fragen zum Schüleraustausch Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Schuljahr im Ausland? Gibt es die “ideale” Austauschorganisation für mich? Was kostet ein Schuljahr in den USA und wie kann ich es finanzieren? Wie wird meine Bewerbung erfolgreich? Welche Gastgeschenke soll ich mitbringen? Welche Dokumente muss ich bei der Landung in den USA bereithalten? Welche Regeln muss ich in meiner Gastfamilie beachten? Kann ich in der High School die Abschlussklasse besuchen und das Abschlussdiplom erwerben? Welche Bedeutung haben Sport und School Spirit an der High School? Stimmt es, dass es an einer High School sehr streng zugeht? Wie baue ich mir in Amerika einen Freundeskreis auf? Muss ich Angst vor Gewalt und Kriminalität in den USA haben? Kann ich in den USA den Führerschein erwerben? Was tue ich gegen Heimweh und den ominösen Kulturschock? Kann ich meinen US-Führerschein zu Hause umschreiben lassen?
Der beste
Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt ist nach der zehnten Klasse. Jüngere
Schüler sind nicht selten mit der Situation überfordert, ein späterer
Aufenthalt dagegen stört in der Abitur- oder Ausbildungsphase. Den Aufenthalt
auf “ganz” später, also nach Schule oder Studium zu verschieben, ist unter
Sprachgesichtspunkten nicht Ja, die gibt es. Für jeden Teilnehmer gibt es genau eine Organisation, die seine persönlichen Bedürfnisse zum günstigsten Preis erfüllt. Es lohnt sich, mit System nach diesem Veranstalter zu suchen. Damit man keinen übersieht, gibt es hier einen Testvergleich von mehr als 70 Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit der “Drei-Schritt-Methode” findet jeder die individuell richtige Organisation. Ein Schuljahr im Ausland beinhaltet viele Kostenpunkte. Eine Anleitung, mit der jeder seine individuellen Kosten berechnen kann, gibt es hier. Einige Organisationen bieten Stipendien an. Für die Verteilung gelten bestimmte Kriterien wie z.B. wirtschaftliche Verhältnisse der Eltern oder ein bestimmter Notendurchschnitt. Konkrete Stipendienprogramme und Tipps für die Stipendienbewerbung hier. Das Foto ist das Herzstück der Bewerbung. Alles andere ist - mit Verlaub - Nebensache. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass interessierte Familien, denen ein Bündel Unterlagen vorgelegt wird, zuerst auf das Foto schauen. Bereits in dieser Sekunde fällt eine vorläufige Entscheidung: “Die nehmen wir” oder: “Den wollen wir nicht.” Weitere goldwerte Tipps hier. Hier befindet sich ein Original-Visum-Antragsformular, das kopiert und direkt benutzt werden kann. Ausgestellt wird das Visum von den beiden amerikanischen Generalkonsulaten, die sich in Deutschland befinden: Das Konsulat in Berlin ist zuständig für Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Hamburg und Bremen. Das Konsulat in Frankfurt bearbeitet Anträge aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Welche Unterlagen man wann einreichen muss - die aktuelle Checkliste hier. Vielleicht
lässt sich ja am Telefon oder im Briefwechsel mit der Gastfamilie etwas über
Hobbys der Gastfamilienmitglieder herausfinden. Sammlerherzen aller Art
kann man zum Beispiel hervorragend mit deutschen Stücken für die Sammlung
höher schlagen lassen – egal, ob mit Colaflaschen, Briefmarken, Pfeifen oder
ähnlichem. Reisepass mit eingestempeltem Visum, IAP-66-Formular mit den beiden Durchschlägen, I-94 Formular, Zollformular, evtl. Beschreibung und Rezepte für mitgeführte Medikamente, für das eigene Zurechtfinden: den eigenen Flugplan mit allen Flugnummern. Wo man jedes einzelne Formular bekommt und wie man es richtig ausfüllt, ist hier genauestens beschrieben - damit niemand von den strengen Einreisebehörden zurückgewiesen wird. Die Regeln in einer amerikanischen Familie sind oft strenger als in einer deutschen. Wer sie missachtet, erhält nicht selten Hausarrest (to be grounded). Die Amerikaner halten es meist für aufdringlich, ihre Familienregeln dem Gastschüler ausdrücklich mitzuteilen. Sie erwarten (oder hoffen), dass er sie von selbst bemerkt und einhält. Viel stärker als in Deutschland muss man daher Sensibilität zeigen und beobachten: Was ist in der Familie üblich? Welche Regeln gelten für meine Gastgeschwister? Die wichtigsten Regeln (“Todsünden-Regeln”) finden sich hier. Der Gastschüler besucht entweder die junior oder die senior class. Grundsätzlich ist die senior class erstrebenswert. Man nimmt dann an (fast) allen festlichen Aktivitäten und Zeremonien der Abschlussklasse teil, welche die amerikanische Schulmentalität sehr eindrucksvoll verdeutlichen. Die Entscheidung liegt beim Schulleiter - wie man mit ihm am geschicktesten verhandelt steht hier. Den Erwerb des High School Diploma für den Gastschüler kann keine Organisation pauschal garantieren. Unter welchen Voraussetzungen man das Diplom erwerben kann - die Checkliste. Vergibt die Schule das Diplom an Gastschüler nicht, sollte man wenigstens eine pro-forma-Überreichung des Zeugnisses vorschlagen: Man nimmt an allen Feierlichkeiten der Abschlusszeremonie teil - und das ist durchaus empfehlenswert -, erhält aber statt des diploma “nur” eine schmucke Urkunde, die den Schulbesuch bescheinigt. Obwohl der amerikanische Schultag für deutsche Verhältnisse ohnehin schon recht lang ist, gibt es am späten Nachmittag – also außerhalb des offiziellen Stundenplans - noch ein beträchtliches Angebot an freiwilligen Arbeitsgemeinschaften (clubs). Die Schule ist dann ein Treffpunkt auch zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Mit viel Initiative arbeiten Lehrer und Schüler gemeinsam am school spirit: dem Gefühl von Zusammengehörigkeit und Stolz, auf eine bestimmte Schule zu gehen. Eine herausragende Stellung innerhalb der extracurricular activities nimmt der Sport ein. Neben dem besonderen Sportprogramm einer jeden High School werden die gängigen Sportarten im saisonbedingten Wechsel angeboten. Wer ein besonderes Interesse hat, darf “seine” Saison also nicht verpassen. Einen Überblick über die Sportsaison hier. Es mag für die meisten Gastschüler am Anfang überraschend sein, dass die Regeln an der High School alles andere als locker sind. Neben dem bereits erwähnten honor code, der das Spicken verbietet, gibt es zahlreiche weitere geschriebene und ungeschriebene Regeln, die allesamt von einem streng kontrollierten System zeugen. Wer die Regeln nicht beachtet, wird teilweise hart bestraft: Neben Nachsitzen (detention) gibt es die Möglichkeit, eine Bewährung (probation) auszusprechen. Bei manchen Programmen muss man als Gastschüler in diesem Fall schon die Heimreise antreten. Wer sich innerhalb der Bewährung noch etwas zu Schulden kommen lässt, riskiert einen Schulverweis (to be expelled). Andere Strafen sind Zwangssäuberungsmaßnahmen oder das Verbot, mit dem Auto zur Schule zu kommen bzw. das Schulgelände während der Mittagspause zu verlassen. Die wichtigsten Schulregeln sind hier erklärt. Es heißt oft, viele Amerikaner neigten zu oberflächlichen Kontakten. Das ist leider wahr. Vom ersten Tag an werden Dir die meisten Mitschüler freundlich lächelnd mit dem Standardgruß begegnen: »How are you?« Dabei wird es niemanden interessieren, was Du auf diese Frage antwortest, denn es ist eben nur ein Gruß. Je eher man dies erkennt und weiß, dass es an einem selbst liegt, über diese freundlichen, aber oberflächlichen Kontakte hinauszugehen, desto besser stehen die Chancen, wirkliche Freundschaften zu schließen. Eine sichere Taktik, um nicht in der Einsamkeit zu versauern, wird hier beschrieben. Gewalt und Kriminalität sind in den USA - wie an vielen deutschen Schulen auch - ein offenes Problem. Banden- und Rassenkämpfe können oft zu (bewaffneten) Auseinandersetzungen führen. Man muss sich daher über die amerika- und schulspezifischen Reizthemen bewusst sein, wenn man nicht unversehens einen Streit provozieren will. Die eisernen Regeln hier muss sich jeder Gastschüler zu seiner eigenen Sicherheit einprägen. Die meisten High Schools bieten Fahrunterricht (driver´s education) als Schulfach an. Meist ist jedoch der Andrang größer als die Zahl der vorhandenen Plätze. Zudem ist oft der vorherige Besuch bestimmter Vorbereitungskurse vorgeschrieben. Genaue Voraussetzungen und Alternativen zum Führerscheinerwerb siehe hier. Gerade am Anfang - gerade wegen der vielen neuen Eindrücke - hat man gar keine Zeit, Erlebnisse zu reflektieren und emotional auf sich wirken zu lassen. Die Niedergeschlagenheit kommt erst später und schleichend, nämlich dann, wenn gerade nicht mehr alles neu ist, sondern die Alltagsroutine einsetzt. Statt Kulturschock würde ich besser von einer Alltagsfrustration sprechen. Vielen schießen dann Gedanken durch den Kopf wie: “Jetzt habe ich ja alles kennen gelernt, was soll ich hier noch? Zu Hause, in meiner gewohnten Umgebung, hätte ich es doch viel leichter...” Und mit dieser Überlegung setzen unvermittelt Heimwehgefühle ein. Die Strategie hier hat schon vielen gegen Heimweh geholfen. Eine Umschreibung auf einen deutschen Führerschein kann innerhalb von drei Jahren nach Rückkehr aus den USA beantragt werden (§ 31 Fahrerlaubnis-Verordnung). Der deutsche Führerschein wird nicht vor dem 18. Geburtstag ausgehändigt, der Antrag kann aber schon vorher gestellt werden. Fahrunterricht muss in Deutschland in keinem Fall mehr absolviert werden. Mit einigen US-Bundesstaaten bestehen zudem gegenseitige Abkommen, die weitere Anforderungen entbehrlich machen. Welche Voraussetzungen man bei welchem Staat erfüllen muss und welche Dokument die Behörden verlangen - die Checkliste. (c) Eichborn Verlag. Volker Kitz: Das USA-Gastschülerbuch. Mit Wörterbuch, Erlebnisbericht, Checklisten und Angaben zu mehr als 70 Veranstaltern (ISBN 3821839325), 14,90 €.
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